Justine oder die Leiden der Tugend
D.A.F. de Sade
Verlag
1791
Die Figur von de Sade, dem wohl Größten unter den tabubrechenden Schriftstellern hat Lars von Trier immer fasziniert. Sein berühmter Roman
Justine oder die Leiden der Tugend dient zweifellos als Erzählmuster für
Nymphomaniac. So übernimmt der Filmemacher den Ich-Erzähler und die die Form des Schelmenromans und den ironischen Tonfall eines Freigeistes. Nur dass Lars von Trier die Rollen umdreht, weil
Nymphomaniac auch den Untertitel « Die Leiden des Lasters » tragen könnte. Schon in
Melancholia hieß die von Kirsten Dunst gespielte Figur Justine.
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