L’Enfant et les Sortilèges
Ravel hatte keine Kinder. Colette hatte welche und ertrug sie nur schwer um sich herum. Und doch sind diese Beiden die Väter einer Oper für Kinder, die zu den schönsten und gelungensten Vertretern zählt. In L’Enfant et les Sortilèges entschließen sich in einem kleinen Häuschen die Möbel und Einrichtungsgegenstände, die unter dem wilden Kind der Familie leiden, sich zu rächen. Nach einigen fantastischen und gruseligen Szenen endet alles glücklich in den Armen der liebenden Mutter.
Jacques Rouché, großer Mäzen und Direktor der Opéra de Paris, schlug ihnen damals vor, ihre Talente zu vereinen. Colette schrieb innerhalb einer Woche ein Libretto. Dann brach der erste Weltkrieg aus und für Ravel wurde die Arbeit deutlich schwieriger. Nach einer langen Pause aufgrund des Kriegs und persönlicher Probleme, setzte er sich 1919 wieder an die Arbeit und beendet die Partition dann endlich im Jahr 1925. Das Stück wird in Monte-Carlo uraufgeführt und im Salle Favart findet die französische Premiere statt.
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